Merken Mein Kühlschrank war fast leer, aber zwei Knoblauchknollen lagen noch in der Schublade. Ich hatte keine Lust, einkaufen zu gehen, also warf ich sie in den Ofen und vergaß sie fast. Als ich die Küche betrat, traf mich dieser unglaublich süße, karamellisierte Duft. Ich drückte die weichen Zehen aus der Schale und wusste sofort: Das wird heute Abend meine Sauce. So entstand dieses Gericht, aus Faulheit und einem glücklichen Zufall.
Ich habe dieses Pasta-Gericht zum ersten Mal für meine Schwester gemacht, die nach einer anstrengenden Woche bei mir aufkreuzte. Sie saß am Küchentisch, müde und wortkarg, während ich die Sahne in die Pfanne goss. Als sie den ersten Bissen nahm, sah ich, wie sich ihre Schultern entspannten. Manchmal braucht man keine großen Worte, nur gute Pasta.
Zutaten
- Knoblauchknollen: Ganze Knollen rösten macht den Knoblauch butterweich und süß, ohne die Schärfe, die roher Knoblauch mitbringt.
- Olivenöl: Ein Schuss genügt, damit der Knoblauch im Ofen nicht austrocknet und schön goldbraun wird.
- Fettuccine oder Spaghetti: Breite Nudeln fangen die cremige Sauce besser ein, aber Spaghetti funktioniert genauso gut.
- Salz für Nudelwasser: Das Wasser sollte schmecken wie Meerwasser, dann bekommen die Nudeln von innen Geschmack.
- Butter: Sie gibt der Sauce eine samtige Textur und einen leicht nussigen Geschmack, den Öl nicht hinbekommt.
- Schalotte: Milder und süßer als Zwiebeln, sie verschmilzt elegant mit dem gerösteten Knoblauch.
- Sahne: Das Herzstück der Sauce, sie wird durch die Stärke der Nudeln noch dicker und glänzender.
- Milch: Lockert die Sahne etwas auf, damit die Sauce nicht zu schwer wird.
- Parmesan: Frisch gerieben schmilzt er seidig in die Sauce, Fertigkäse aus der Tüte wird niemals so cremig.
- Schwarzer Pfeffer: Frisch gemahlen gibt er eine leichte Schärfe, die die Süße des Knoblauchs ausbalanciert.
- Muskatnuss: Nur eine Prise, aber sie hebt die Sahnesauce auf ein anderes Level, vertrau mir.
- Petersilie: Optional, aber die Frische tut dem reichhaltigen Gericht gut.
Anleitung
- Knoblauch rösten:
- Heize den Ofen auf 200 Grad vor und schneide die Spitzen der Knoblauchknollen ab, sodass die Zehen freiliegen. Beträufle sie mit Olivenöl, wickle sie fest in Alufolie und röste sie 35 bis 40 Minuten, bis sie weich sind und duften.
- Nudeln kochen:
- Bringe einen großen Topf gesalzenes Wasser zum Kochen und koche die Nudeln nach Packungsanweisung al dente. Hebe eine halbe Tasse Nudelwasser auf, bevor du abgießt.
- Schalotte anschwitzen:
- Schmelze die Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze und brate die gehackte Schalotte etwa 2 Minuten, bis sie glasig ist. Pass auf, dass sie nicht braun wird.
- Knoblauch einarbeiten:
- Drücke die gerösteten Knoblauchzehen aus der Schale und zerdrücke sie zu einer Paste. Gib sie zur Schalotte und rühre eine Minute, bis der Duft deine Küche erfüllt.
- Sauce aufbauen:
- Gieße Sahne und Milch dazu und rühre alles glatt. Lass die Sauce sanft köcheln und rühre gelegentlich um, etwa 3 bis 4 Minuten, bis sie leicht eindickt.
- Käse einrühren:
- Nimm die Pfanne kurz vom Herd und rühre Parmesan, Salz, Pfeffer und Muskat ein. Stelle sie zurück und lass alles sanft schmelzen, bis die Sauce samtig glänzt.
- Nudeln vermischen:
- Gib die abgetropften Nudeln in die Sauce und schwenke alles kräftig durch. Füge nach und nach etwas Nudelwasser hinzu, bis die Sauce die Nudeln perfekt umhüllt.
- Servieren:
- Verteile die Pasta sofort auf Teller und streue extra Parmesan und frische Petersilie darüber. Am besten noch heiß genießen, solange die Sauce cremig ist.
Merken An einem verregneten Sonntagabend saß ich allein am Tisch mit einer Schüssel dieser Pasta. Draußen prasselte der Regen, drinnen war es warm und roch nach Knoblauch und Butter. Ich dachte, wie schön es ist, dass manche Gerichte nicht nur satt machen, sondern auch trösten. Seitdem koche ich diese Pasta immer dann, wenn ich das Gefühl brauche, zu Hause zu sein.
So gelingt es noch besser
Wenn du magst, kannst du die Hälfte der Sahne durch Halbfettmilch ersetzen, dann wird die Sauce leichter, aber immer noch cremig. Ich mache das manchmal, wenn ich danach noch Dessert plane. Es schmeckt trotzdem reichhaltig, nur nicht ganz so sättigend.
Variationen und Ergänzungen
Einmal habe ich frischen Blattspinat in die Sauce gerührt, kurz bevor ich die Nudeln dazugab. Er fällt sofort zusammen und gibt dem Gericht eine schöne grüne Farbe. Pilze, in Butter angebraten, passen auch wunderbar dazu und machen die Pasta etwas herzhafter und erdiger.
Was dazu passt
Ein knackiger grüner Salat mit Zitronendressing ist die perfekte Ergänzung, er durchbricht die Cremigkeit der Pasta. Zum Trinken empfehle ich einen kühlen Pinot Grigio oder Sauvignon Blanc, die Säure des Weins hebt die Aromen des Knoblauchs hervor.
- Serviere knuspriges Baguette, um die Sauce vom Teller zu tunken
- Ein paar geröstete Pinienkerne darüber streuen gibt eine nussige Note
- Wenn du Chili magst, eine Prise rote Flocken macht das Gericht spannender
Merken Diese Pasta erinnert mich daran, dass gutes Essen keine Hexerei ist, sondern Geduld und die richtigen Zutaten braucht. Ich hoffe, sie wärmt dich genauso wie mich.